Wissen über Kommunikation

Ich habe mich viele Jahre intensiv mit kommunikativen Prozessen beschäftigt und war lange Zeit als Trainer und Coach tätig. Ich habe hunderte Seminare gehalten und unter anderem auch Führungskräfte in Wirtschaft und Politik bei wichtigen Entscheidungen begleitet.

Ich habe an der Johannes Kepler Universität Linz das Zentrum für Soziale und Interkulturelle Kompetenz aufgebaut und geleitet und war von 2004 bis 2012 für die Personalentwicklung zuerst des wissenschaftlichen Personals und dann aller Personen an der Universität zuständig.

Was sind meine Spezialitäten als Kommunikationsexperte?

Ich habe mich vor allem auf zwei Richtungen spezialisiert:

(1) auf das Neuro-Linguistische Programmieren (NLP), eine Sammlung verschiedener Techniken, die pragmatisch miteinander verbunden sind.

Ich habe auch versucht (was in diesem Bereich kaum unternommen worden ist), dieses Feld wissenschaftlich zu durchdringen und habe dazu 1997 mit Thies Stahl ein Wörterbuch des NLP verfasst. Dieses Buch ist vergriffen. Die Inhalte können online angesehen werden.

(2) auf das Thema Verhaltensstatus, d.h. auf die Frage, wie wir uns im Alltag dominieren und unterordnen.

Dazu habe ich mit Hannes Lehner das Buch Jenseits der Hierarchie. Status im beruflichen Alltag aktiv gestalten verfasst, 2015 in der 2. Auflage erschienen. Infos beim Verlag mit Inhalt und Probekapitel 

Bilder und Sprache

Ich gehe von der Annahme aus, dass Sprache auf inneren (simulierten) Bildern basiert. Ich bin Experte in der Erkundigung innerer Bilder und arbeite als Coach und Trainer meist auf der Ebene von Bildern.

Wenn es z.B. um das Coaching für eine belastende Situation geht (z.B. für eine wichtige Verhandlung, ein Vorstellungsgespräch, eine Prüfung, ein Konflikt mit einer anderen Person, …), dann versuche ich, das innere Bild bewusst zu machen, das den Stress zu dem Problem begleitet. Dieses Bild wird dann gezielt verändert, dazu kenne ich viele Techniken. Es ist bemerkenswert zu erkunden, wie durch das Bewusstwerden und Veränderung von inneren Bildern (deren man sich vorher nicht wirklich bewusst gewesen ist) gleichsam automatisch eine Vielzahl von Verhaltensweisen sich mit-verändern (können).

Bilder erforschen

Ich arbeite in der Forschergruppe The International Laboratory for Mental Space Research, bei der mentale Bilder und Räume erforscht werden.

Über soziale Bilder anhand des Sozialen-Panorama-Modells von Lucas Derks informiert der Aufsatz Relationships are Constructed from Generalized Unconscious Social Images Kept in Steady Locations in Mental Space, Journal of  Experiential Psychotherapy, vol. 19, no 1 (73) March 2016, 3-16, den ich mit  Lucas A.C.Derks und Wolfgang Walker verfasst habe. Kann als ICAE-Arbeitspaper 29 vom November 2014 als pdf downgeloaden werden.

Bilder des Rechtspopulismus

Ich habe die Hypothese der bildbasierten Sprache auf Fragen der politischen Kommunikation bezogen und dazu Analysen des Rechtspopulismus unternommen.

Dazu habe ich zwei Bücher geschrieben, die in Österreich Bestseller waren.

(1) Haider Light. Handbuch für Demagogie, 1. Auflage 2000, ... bis zur 5. Auflage 2005, Czernin Verlag Wien

Eine Studie zur Kommunikation von Jörg Haider, damals Chef der FPÖ. Haider war einer der ersten erfolgreichen Rechtspopulisten Europas, 2000 bildetet die FPÖ eine Koalition mit der ÖVP. Seine Kommunikation beruht in hohem Maße auf dem Bild einer gespaltenen Gesellschaft: WIR kämpfen gegen DIE. Anhand dieses Bildes können viele Facetten bei Haider klar verstanden werden. Das Buch ist seit mehreren Jahren vergriffen.


(2) Populismus für Anfänger. Anleitung zur Volksverführung, mit Nina Horaczek, August 2017, Westend-Verlag Frankfurt 

Eine Anwendung des Bildes von der gespaltenen Gesellschaft auf viele Rechtspopulisten von Donald Trump bis zur Alternative für Deutschland. Informationen zu diesem Buch finden Sie auf der Seite Bücher, bei 2017

Bilder und wissenschaftliche Theorien

In den letzten Jahre habe ich meine praktischen Erfahrungen in Bezug auf innere Bilder mit wissenschaftlichen Fragestellungen verbunden.

Dies betrifft u.a. die Frage nach den theoretischen Grundlagen des Bildvermögens der Menschen (das kann man Bildlichkeit nennen) und ihrer Anwendung auf Themen der Wirtschaft.

Dazu habe ich mehrere Konferenzen (mit-)organisiert und u.a. 2020 mit Silja Graupe (als Herausgeber*innen) das Buch Imagination und Bildlichkeit der Wirtschaft. Zur Geschichte und Aktualität imaginativer Fähigkeiten in der Ökonomie veröffentlicht. Infos beim Verlag

Das Thema Bildlichkeit und ihre Anwendung auf Fragen der Wirtschaft und der Gesellschaft wird an der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung im Zusammenwirken von Ökonom*innen und Philosoph*innen erforscht und gelehrt.

Ab dem Herbst 2021 beginnt hier ein neuer Masterlehrgang Ökonomie - Imagination – Zukunftsgestaltung.