Video 08: Ist der Neoliberalismus tot?

Manchmal wurde in den letzten Wochen gesagt, der Neoliberalismus sei tot, weil der Staat jetzt in einen enormen Maße in "den Markt" "eingreift". Aber genauso wurde 2008 argumentiert, eingetreten ist das nicht. Zu fragen ist: Was macht den Neoliberalismus aus, was sind seine Denkweise und wie mächtig sind seine Netzwerke? Und: Können die ökologischen Krisen im Rahmen eines marktgetriebenen Kapitalismus gelöst werden?

Video 09: Wie bilden sich Börsenkurse?

Auf den Börsen wird die Zukunft verhandelt. Wie kommen Zukunftserwartungen zustande? Was geht in den Köpfen von HändlerInnen vor, wenn sie auf Börsen handeln? Wie sehr kann man Prognosen vertrauen? Und: Was haben Börsenpreise mit der Macht großer Institutionen zu tun? Das Video beschreibt Erkenntnisse der modernen Finanzsoziologie und liefert Argumente gegen das einfache Angebots-Nachfrage-Modell: Es kann Börsenvorgänge nur unzureichend erklären.

Video 07: Welche Folgen kann die Corona-Krise haben?

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie handlungsmächtig die Politik sein kann – auch gegen die unmittelbaren Interesse von Mächtigen in der Wirtschaft. Im Video werden Parallelen zu den politischen Reaktionen auf die Finanzkrise 2008 unternommen: was war ähnlich, was ist anders -–in beiden Fällen hat man stark reagiert, aber ohne strukturelle Mängel des Wirtschaftssystems zu thematisieren  – und vor der Gefahr eines autoritären Überwachungskapitalismus gewarnt.

Video 03: Was ist Geld?

Das Geld, das wir in Händen halten, scheint einen Wert zu verkörpern: die Anstrengung, die Arbeit, die wir aufwenden mussten, um zu Geld zu kommen. Diese populäre Vorstellung von Geld ist falsch: Geld besitzt aus sich keinen Wert. Geld ist eine soziale Konvention ohne eigenen Wert und ohne eigene "Substanz". Es verweist auf nichts anderes als auf sich selbst – genau deswegen kann Geld tatsächlich aus dem Nichts geschaffen werden (siehe Video 04).

Video 02: Kommt es jetzt zu Inflation?

Werden die riesigen Gelderhöhungen durch die Zentralbanken eine Inflation bewirken? Walter Ötsch erklärt, dass die populäre Vorstellung, wie Inflation zustande kommt (durch eine Erhöhung der Geldmenge), falsch ist: wenn die "Geldmenge" steigt, muss das keine Auswirkung z.B. auf die Preise von Konsumgütern haben.

Neuer Videoblog

Gestartet Anfang Juni 2020. In dieser Reihe sind viele Videos geplant.
Schreiben Sie mir, welche Fragen Sie noch interessieren. Ich kann nicht versprechen, alle Fragen zu beantworten – manche werde ich aber aufgreifen können. 







Video 10: Wirtschaftskrise und Börsenboom: Wie passt das zusammen??

Haben sich die Börsen vollkommen von der realen Entwicklung der Wirtschaft entkoppelt? Wie kann man das Auseinandergehen erklären? Das Video führt vier Faktoren an: u.a. das enorme Anwachsen des Finanzsektors,  der Einfluss, den die Zentralbanken auf Kurse haben, und den automatisierte Handel, der sich in Bruchteilen von Sekunden abspielt. 

Video 06: Ist es gut zu einer „Normalität“ zurückzukehren?

Wir freuen uns, dass unser Leben nach den Ausgangssperren wieder normaler wird. Aber war diese „Normalität“ vor der Corona-Krise ein erstrebenswerter Zustand, wenn wir an die gesellschaftlichen Umstände denken? Das Video gibt einen kurzen Überblick über vier große gesellschaftliche Krisen: im Finanzsystem, in der Umwelt, in der Überwachung und in der Politik. Aber diese vier Krisen sind tatsächlich eine einzige Krise, die wir zusammendenken sollten: die Krise einer ökonomisierten Gesellschaft, die grundlegend reformiert werden muss.

Video 04: Können Banken wirklich Geld aus dem Nichts erschaffen?

Für viele erscheint es wie ein Märchen: Banken können Geld aus dem Nichts erschaffen. Walter Ötsch erklärt in einfachen Worten, inwiefern die populäre Vorstellung von Banken unzureichend ist: Banken verwandeln nicht Spareinlagen in Kredite (und schaffen so Geld), sondern erschaffen neues Geld unabhängig und ohne Spareinlagen. Das kurze Video will das Prinzip der Geldschöpfung aus dem Nichts vermitteln –  für ein Verständnis des Kapitalismus ist das von zentraler Bedeutung. 

Video 01: Ist es schlecht Schulden zu machen?

Ist es schlecht, dass der Staat jetzt so viele neue Schulden macht? Walter Ötsch erklärt in einfachen Worten, dass Schulden als solche nichts Schlechtes sind, dass Schulden (wie wir sie kennen)  mit Schulden des Staates nichts zu tun haben. Schulden sind unterschiedlich einzuschätzen: als Schulden von Privatpersonen, von Firmen, von Banken, von Staaten und von Zentralbanken. Überall entfalten sie andere Wirkungen: die „Schwäbische Hausfrau“ mag für uns Sinn machen, für die anderen vier Ebenen trifft dies nicht direkt zu. 

Video 05: Was heißt systemrelevant?

Systemrelevant waren früher nur die Banken, systemrelevante Banken mussten jahrzehntelang zu jedem Preis gerettet werden. In der Corona-Krise wurden auf einmal „entdeckt“, welche Heerschar von Bediensteten die Infrastruktur unserer Gesellschaft bereitstellt. Um welches „System“ geht es in diesem Diskurs? Und: Nach welchen Kriterien ist hier von „Relevanz“ die Rede?  Werden es die neuen „systemrelevanten“ Personen in Zukunft leichter haben, ihre Ansprüche durchzusetzen? 

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